Montag, 28. September 2026
Guten Tag
Auch in dieser Ausgabe gibt es wieder einiges zu entdecken: Wir blicken auf die Ernährungsinitiative zurück, lassen unser V-Label Netzwerktreffen Revue passieren und laden dich zu einem spannenden Event ein.

Ausserdem zeigen wir dir Neuigkeiten aus dem Detailhandel und haben für deinen nächsten veganen Genussmoment wieder etwas Feines vorbereitet.

Wir wünschen dir viel Freude beim Lesen, Entdecken und Ausprobieren und bedanken uns herzlich, dass du unsere Arbeit begleitest und dich gemeinsam mit uns für Tiere, Umwelt und eine pflanzliche Zukunft einsetzt.

Herzliche Grüsse
dein Swissveg Team 💚

Ablehnung der Ernährungsinitiative

Am Sonntag, 27. September 2026 lehnte die Schweizerische Stimmbevölkerung die Volksinitiative deutlich ab. Die «Initiative für eine sichere Ernährung» kam auf 27.5 % Ja-Stimmen und 72.5 % Nein-Stimmen. Die Stimmbeteiligung betrug 47 %.

Swissveg hatte sich von Anfang an für die Ernährungsinitiative stark gemacht, während sich Organisationen wie der Schweizer Bauernverband und die Fleisch- und Milchlobby erwartungsgemäss dagegen positionierten.

Die grosse Überraschung kam im März, als sowohl der Nationalrat als auch der Ständerat einstimmig das Nein-Votum einlegten. Es ist äusserst selten, dass sich im Parlament nicht eine einzige Person findet, die ein Volksbegehren befürwortet. Damit ging auch die Idee eines Gegenvorschlages sang- und klanglos unter.

Spätestens ab diesem Moment war zu beobachten, wie sich nach und nach vorherige Unterstützer-Organisationen zurückzogen und auch links-grüne Politikerinnen und Politiker zunehmend gegen die Initiative aussprachen. Auffällig war dabei die wiederkehrende Begründung, dass das Begehren der Initiative im Grunde genommen gut und wichtig sei, aber dass sich die geforderten 70% Selbstversorgungsgrad in zehn Jahren einfach nicht machen liessen. Die Existenz unabhängiger Studien, die in dieser Frage zum gegenteiligen Ergebnis gekommen waren, schien niemanden zu interessieren, egal wie oft das Initiativkommitee darauf hinwies.

Gleichzeitig fuhren die Gegner eine äusserst aggressive Nein-Kampagne. Mit Plakaten warnten sie vor einem angeblichen «Vegan-Zwang» und behaupteten ungeniert, die Initiative wolle den Schweizerinnen und Schweizern vorschreiben, was auf ihren Teller darf. (Besonders lächerlich fanden wir den am 26. August pathetisch zelebrierten «Tag des letzten Cervelats».)

Trotz des extrem polarisierten öffentlichen Diskurses hat sich Swissveg für die Initiative eingesetzt. Als Fachpartner wirkten wir in der Vorbereitungsphase mit, veröffentlichten während des Abstimmungskampfes mehrere Blogartikel und luden die Hauptinitiantin Franziska Herren in unseren «GO VEGAN!»-Podcast ein. (Die Folge #9 zur Ernährungsinitiative findest du auf allen gängigen Plattformen.)

Natürlich gab es gegen das riesige Werbebudget des Nein-Lagers und dessen allgegenwärtige Desinformationskampagne kein Ankommen. Und auch wenn es nach der ersten SRG-Umfrage vom 9. August (49% Ja-Anteil) gar nicht so schlecht aussah reichte es am Ende leider nicht mehr zur Annahme.

Swissveg kämpft trotzdem weiter für die Transformation hin zu einer nachhaltigeren, umweltverträglicheren und tierfreundlicheren Landwirtschaft. Etwa, indem wir uns mit der kommenden «Agrarpolitik 2030+» des Bundes auseinandersetzen, die seit dem 3. September in der Vernehmlassung ist. Als grösste Interessenvertreterin der veganen Bewegung in der Schweiz werden wir auch dazu öffentlich Stellung nehmen.

Das Abstimmungsresultat zeigt, dass die vegane Bewegung eine grössere Lobby benötigt. Je mehr sich zusammenschliesen, desto mehr ist gemeinsam möglich.

Wenn du die vielen Stunden intensiver Recherchearbeit unterstützen möchtest, würden wir uns sehr über eine Mitgliedschaft freuen. Natürlich profitierst du als Swissveg-Mitglied auch von diversen Vorteilen, wie etwa Vergünstigungen bei unseren Card-Partnern. Wir danken dir herzlich für deinen Support. Denn gemeinsam können wir viel mehr bewirken!
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Rückblick auf unser V-Label Netzwerktreffen

30 Jahre V-Label. Und was für eine Entwicklung dahintersteckt.  

Anlässlich unseres Jubiläums haben wir in der MZA Teuchelweiher in Winterthur unsere Lizenznehmer und Partner zu einem besonderen Netzwerktreffen eingeladen.

Unser Gründer und Präsident Renato Pichler blickte auf die Geschichte des V-Labels zurück und zeigte eindrücklich, wie stark das Label insbesondere in den letzten Jahren gewachsen ist. Aus einer Schweizer Idee ist ein internationales Netzwerk geworden.

Gleichzeitig ging es an diesem Abend vor allem um die Zukunft.

Prof. Dr. Marc Linzmajer gab spannende Einblicke in den Schweizer Ernährungsatlas und die Planetary Health Diet. Christa Hirschvogel vom Verein Schweizer Hülsenfrüchte zeigte das enorme, noch längst nicht ausgeschöpfte Potenzial von Hülsenfrüchten.

Und natürlich durfte das Wichtigste nicht fehlen: Zeit für Austausch. Beim veganen Apérobuffet wurde diskutiert, neue Kontakte wurden geknüpft und es wurden konkrete Ideen und Geschäfte besprochen.

Danke an alle, die diesen Abend mit uns gefeiert und mitgestaltet haben.

30 Jahre V-Label sind ein Meilenstein. Aber vor allem sind sie ein Ansporn für die nächsten 30. 💚

Eventvorschau: Tierrechtskongress

Vom 23. bis 25. Oktober 2026 verwandelt sich die Photobastei Zürich in den Treffpunkt der Schweizer Tierrechtsbewegung: Der Tierrechtskongress von Tier im Fokus (TIF) bietet drei Tage lang über 30 Vorträge und Workshops zu Tierrechten, Aktivismus, Politik und Ernährung – dazu Vernetzung, veganes Essen und Abendprogramm.

Auch wir von Swissveg sind mit zwei Vorträgen vertreten:

Samstag, 24. Oktober, 17:30–18:30 Uhr
Echtes Fleisch ohne Leid? 
V-Label-Leiter Lubomir Yotov zeigt, wie Zellkultivierung und Präzisionsfermentation die Abhängigkeit von tierischen Produkten verringern können und wie Swissveg mit den neuen Labels, dem C-Label und F-Label, frühzeitig Transparenz in diese wachsenden Märkte bringt.

Sonntag, 25. Oktober, 15:00–16:00 Uhr
Das V-Label – ein Tierrechtsprojekt?
Geschäftsführer Renato Pichler erklärt, was hinter dem weltweit bekannten grün-gelben Label steckt und wie es die vegane Bewegung stärkt.
vollständiges Programm und Tickets 💚

Neue vegane Produkte

Migros:
  • Alnatura Seidentofu 400 g
  • Alnatura Tofu Basilikum 175 g
  • Alnatura Tofu Tomate 175 g
  • Alnatura Tofu Hack 180 g
  • Planted Crispy Burger 180 g

Rezept: veganer Thonsalat

Das brauchts
Veganer Thonsalat
  • 1 Dose Jackfruit in Salzlake (Abtropfgewicht ca. 300 g)
  • 1 Dose Kichererbsen (Abtropfgewicht ca. 250 g)
  • 1 rote Zwiebel (klein)
  • 60 g Cornichons
  • 1 EL Kapern
  • 2 TL Kapernwasser
  • 2 EL Noriflocken
Dressing
  • 2 EL vegane Mayonnaise
  • 2 EL veganer Joghurt (ungesüsst)
  • 1 EL Weissweinessig
  • 1 EL Leinöl
  • 2 TL Dijon-Senf
  • Salz und Pfeffer

So wirds gemacht
Dressing
  • Mayonnaise, Joghurt, Essig, Leinöl und Senf verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken
Veganer Thonsalat
  • Jackfruit abspülen, gut ausdrücken, den harten Kern grob hacken und das weiche Fruchtfleisch in Fasern zupfen
  • Kichererbsen abspülen, gut abtropfen lassen und mit einer Gabel grob zerdrücken
  • Zwiebel schälen und fein hacken, Cornichons und Kapern ebenfalls fein schneiden
  • Jackfruit, Kichererbsen, Noriflocken, Kapernwasser und gehackte Zutaten in eine grosse Schüssel geben und gut vermischen
  • Dressing darübergeben und gut mischen
  • Wenn nötig mit Salz und Pfeffer abschmecken und vor dem Servieren 15 Minuten ziehen lassen

Tipp!
  • Das Leinöl ist wegen der Omega-3-Fettsäuren drin. Wenn du keines hast, nimm Rapsöl, das liefert ebenfalls Omega 3, nur weniger
  • Am besten schmeckt der Thonsalat auf Sauerteigbrot oder im Sandwich

Dieses Rezept wurde zur Verfügung gestellt von The Lucky Tofu.
Weitere Rezepte findest du auf unserer Website:
Zu den Rezepten

Deine Katze isst vegan? Dann wird deine Stimme jetzt gebraucht

Prof. Andrew Knight aus Grossbritannien führt derzeit die grösste Studie zu Gesundheitsdaten von Katzen durch, die je durchgeführt wurde. Gesucht werden vor allem Halterinnen und Halter, die ihre Katze vegan ernähren, da diese Gruppe bisher stark untervertreten ist. Die Teilnahme dauert rund 5 Minuten und ist bis Ende 2026 möglich (Umfrage auf Englisch).

Mach mit, teile die Umfrage auch mit Freundinnen und Freunden oder Bekannten und hilf, mehr Wissen über die Gesundheit vegan ernährter Katzen zu schaffen.
Zur Umfrage

Neue Card-Partner

Du suchst nach pflanzlicher Nahrungsergänzung, Naturkosmetik oder Bio-Lebensmitteln nach der Säure-Basen-Methode? «My Bodyreset» ist ein Schweizer Onlineshop rund um die Methode von Jacky Gehring. Das Sortiment umfasst pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel, Naturkosmetik, Bio-Lebensmittel, Tees sowie Ratgeber und ist grösstenteils vegan. Der Shop bietet eine persönliche Beratung und versendet direkt aus der Schweiz.

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